Heimniederlage gegen Brotdorf – Erfahrung setzt sich gegen Kampfgeist durch

DJK Marpingen II – TuS Brotdorf 26:32 (9:14)

Wir mussten uns am Samstag dem TuS Brotdorf mit 26:32 geschlagen geben. Die Gäste – mit einem eingespielten Team und routinierten „alten Hasen“ – verstanden es, das Tempo zu kontrollieren, die richtigen Entscheidungen zu treffen und genau dann zuzuschlagen, wenn sich bei uns Lücken auftaten.
Hinzu kam: Uns fehlte im Rückraum Mitte ein Spielmacher, der das Tempo vorgibt, die richtigen Impulse setzt und unser Angriffsspiel durch schwierige Phasen trägt. Diese Rolle blieb unbesetzt – und das merkte man in vielen Momenten.

Mutiger Start – aber fehlender Taktgeber
Wir starteten gut, hielten die Begegnung offen und standen defensiv kompakt. Nach 15 Minuten lagen wir mit 6:8 in Schlagdistanz. Doch ohne echten Taktgeber im Rückraum fehlten uns über längere Strecken die Ruhe und die Variabilität, um Brotdorfs Abwehr auseinanderzuspielen. Der Gegner hingegen agierte clever, wartete geduldig auf Fehler und zog bis zur Pause auf 9:14 davon.
Knackpunkt: Ein 6:0-Lauf und eine bittere Disqualifikation
Eine Schwächephase Mitte der ersten Hälfte nutzte Brotdorf mit sechs Toren in Folge – hier zeigte sich die Erfahrung der Gäste am deutlichsten.
Noch schwerer wog die Disqualifikation von Julian Lösch. Mit ihm verloren wir einen wichtigen Rückraumspieler in Angriff wie Abwehr. Gerade ohne klassischen Spielmacher riss dieser Ausfall ein Loch, das wir nicht mehr kompensieren konnten.
Auch nach der Pause gaben wir uns nicht auf, zeigten Emotionen, Kampfgeist und einzelne starke Szenen. Wir fanden immer wieder Lösungen und ließen den Abstand nie völlig ausufern. Doch Brotdorf blieb souverän in den entscheidenden Momenten und brachte seine Führung routiniert ins Ziel.

Ausblick
Am kommenden Samstag reisen wir zum HC Dillingen/Diefflen. Dort wollen wir – hoffentlich mit breiterem Kader – wieder mutiger agieren, konstanter spielen und unser Offensivspiel besser strukturieren.

Knapper Kampfsieg im harzfreien Kirkel

Für unsere erste Mannschaft stand am späten Sonntagabend das unbeliebte harzfreie Auswärtsspiel in Kirkel an. Die gewohnten Schwierigkeiten in dieser Halle begleiten uns nun seit Jahren, und auch diesmal taten wir uns wieder deutlich schwer. Hinzu kam, dass wir bereits ab der 10. Minute ohne Auswechselspieler auskommen mussten: Fynn wollte es trotz seiner Krankheit versuchen, musste aber schnell feststellen, dass es gesundheitlich nicht möglich war. Ab diesem Zeitpunkt waren wir gezwungen, das gesamte Spiel in unveränderter Besetzung durchzuspielen.

Dass wir uns in der harzfreien Umgebung schwertun, zeigte sich deutlich: Viele Fehlwürfe, ausgelassene klare Chancen und ein Angriffsspiel, das selten in seinen Rhythmus fand. Zwar erwischten wir einen guten Start und erspielten uns früh eine 3:7-Führung, doch das Spiel blieb fehlerbehaftet – besonders sichtbar in der Phase zwischen der 10. und 17. Minute, in der kein einziges Tor fiel. Mit der 10:13-Halbzeitführung konnten wir dennoch einigermaßen zufrieden sein.

In der zweiten Hälfte entwickelte sich die Partie immer mehr zu einem echten Nervenkrimi. Wir kamen schlecht aus der Kabine, verpassten den Einstieg komplett und ließen Kirkel Tor um Tor herankommen. Unsere vielen vergebenen Chancen machten das Spiel unnötig spannend, und etwa acht Minuten vor Schluss war es schließlich so weit: Kirkel drehte die Partie und ging erstmals in Führung. Plötzlich war alles möglich – der Ausgang vollkommen offen.

Dann kam die Schlussphase, in der die Spannung kaum auszuhalten war: 45 Sekunden vor dem Ende stand es 21:21, Ballbesitz und Auszeit Kirkel. Die Halle wurde unruhig, der Druck stieg – doch unsere Abwehr blieb stabil: der Torabachluss der Kirkeler von rechts außen war nicht erfolgreich und Christoph Holz nahm sofort die Auszeit. Damit blieben uns noch rund 20 Sekunden, 20 Sekunden für einen letzten Anlauf. Der in der Auszeit geplante Spielzug klappte perfekt und Steven traf wenige Sekunden vor Schluss zum 21:22.

Wenn man den Spielverlauf betrachtet, war dieser Sieg sicher nicht selbstverständlich, vielleicht sogar etwas glücklich. Umso größer waren danach Erleichterung und Freude.

Die wichtigste Erkenntnis für uns: Wir können solche engen Spiele, die bis zur letzten Sekunde offen sind, tatsächlich auch gewinnen – konnten wir in der Vergangenheit häufig solche Situationen nicht für uns entscheiden. Dieses Mal aber nehmen wir die zählbaren, enorm wichtigen Punkte aus Kirkel mit.

Ein Sieg, der zwar nicht schön war, aber umso wertvoller. Jetzt heißt es: regenerieren, das Positive mitnehmen und beim letzten Heimspiel des Jahres nächste Woche vor eigenem Publikum wieder ein anderes Gesicht zeigen.

Steven Marx (8), Jonas Hubertus (4), Etienne Reis (3), Eric Grünemeier (2), Jens Staub (2), Fynn Jonas Waerder (2), Jannis Plein (1), Sebastian Heß

HSG Fraulautern-Überherrn – Hornets 2 26 : 19

DJK Marpingen 2 bleibt am Sonntag ohne Punkte in Überherrn

Für die DJK Marpingen 2 gab es am Sonntagabend bei der HSG Fraulautern-Überherrn nichts zu holen. Die Mannschaft unterlag auswärts mit 26:19 (13:8). Trotz engagierter Leistung reichte es nicht, um die Gastgeber ernsthaft zu gefährden. Vor rund 40 Zuschauern war Jan Brück mit 7 Treffern der erfolgreichste Torschütze der Partie.

Ordentlicher Start – aber Rückstand bis zur Halbzeit

Die Anfangsphase verlief aus Marpinger Sicht noch positiv: Nach 15 Minuten lag die DJK nur knapp mit 5:4 zurück. Anschließend verlor das Team jedoch etwas den Faden, während die HSG ihre Chancen konsequenter verwertete. Mit einem 13:8-Rückstand ging Marpingen in die Pause.

Keine Wende in der zweiten Halbzeit

Auch nach dem Seitenwechsel konnte die DJK den Rückstand nicht mehr gefährlich verkürzen. Obwohl die Mannschaft kämpferisch blieb, verteidigten die Gastgeber ihren Vorsprung sicher. Die 26:19-Niederlage bedeutet damit die siebte Saisonpleite.

Die Partie war temporeich, denn kaum zwei Minuten vergingen ohne Torerfolg – meist zu Gunsten der HSG. Trotzdem blieb das Duell weitgehend fair, mit 8 Siebenmetern sowie jeweils zwei Verwarnungen und Hinausstellungen auf beiden Seiten.

Blick nach vorn

Die DJK Marpingen 2 richtet nun den Fokus auf das kommende Heimspiel:
Am 6. Dezember um 18:00 Uhr empfängt die Mannschaft den TuS Brotdorf in Marpingen und hofft dort auf die nächsten Punkte.

Handballthriller in Marpingen – wir machen es unnötig spannend, holen aber die Punkte!

Was für ein Handballnachmittag in Marpingen! Vor heimischem Publikum konnten wir uns in einem intensiven Schlagabtausch mit 34:30 gegen den HF Köllertal durchsetzen.
Dabei standen die Vorzeichen eigentlich alles andere als gut: Mit Joshua Wolf, Jens Staub und Fynn Waerder fehlten gleich drei wichtige Spieler im Kader. Umso wertvoller war es, dass uns Christian Nick – aus dem „Handballruhestand“ direkt als Goalgetter mit 9 Toren zurück – sowie Julian Lösch, Marcel Liebetrau, Oliver Keßler, Jannis Laub und Yannick Teichmann unterstützten. Vielen Dank euch – ohne euch wäre das so nicht möglich gewesen!

Nach einer ausgeglichenen und zeitweise fahrigen ersten Halbzeit, in der wir gut und gerne statt mit einem 14:14 Unentschieden auch mit einer Führung hätten in die Pause gehen können, kamen wir mit deutlich mehr Energie und Überzeugung aus der Kabine.

In Halbzeit zwei zeigten wir klar, was in uns steckt – entschlossener in der Abwehr, zielstrebiger im Angriff und mit dem nötigen Biss, um das Spiel an uns zu reißen.

Zwischenzeitlich erspielten wir uns sogar eine 6-Tore-Führung. Eigentlich alles im Griff, aber wir dachten uns wohl: Ein bisschen Nervenkitzel zum Abschluss geht immer. Nach einer 2-Minuten Zeitstrafe gegen uns in Minute 56 beim Stand von 32:26 machten wir es noch einmal spannend. Statt die Führung clever auszuspielen, schenkten wir Köllertal mit überhasteten Abschlüssen gleich mehrere Bälle zurück und sie kamen bis auf 2 Tore wieder an uns ran. Dennoch behielten wir die Nerven und retteten den Vorsprung verdient über die Zeit.

Die Partie endete jedoch etwas unschön: zum Schluss gab es ein absolut unnötiges Frustfoul des Gegners gegen Steven Marx und ein kurzes Gemenge, das mit der roten Karte für Nicolas Gilcher und Steven bestraft wurde. Glücklicherweise blieb die Aktion jedoch ohne Verletzungen.

Unterm Strich bleibt: bessere zweite Halbzeit, Heimsieg, zwei Punkte – und ein Team, das zusammensteht, auch wenn wir in ungewohnter Zusammenstellung agierten.

Nächsten Sonntag geht’s auswärts gegen den TV Kirkel – mit dem klaren Ziel, die nächsten zwei Punkte – wohlgemerkt aus harzfreier Halle – zu entführen!

Derbysieger: Hornets 1 ziehen erfolgreich in die nächste Pokalrunde ein

Die erste Männermannschaft der DJK Marpingen schlägt die Black Bulls Alsweiler in einem spannenden Pokalspiel vor heimischem Publikum mit 30:26.

Am Samstag Abend konnten die zahlreichen Zuschauer in der Marpinger Sporthalle ein siegreiches Spiel der ersten Männermannschaft verfolgen. Die Gastgeber waren zwar durch die Ausfälle von Steven Marx und Fynn Waerder personell etwas geschwächt, wollten jedoch im Gemeindederby gegen die Black Bulls aus Alsweiler kämpfen und Zähne zeigen.
Nach einem eher holprigen Beginn der Partie, begleitet von einer frühen Zeitstrafe gegen Jonas Hubertus, konnte das Team von Christoph Holz den Rückstand von 2:5 zu Minute Dreizehn durch Joshua Wolf zum 6:6 neutralisieren. Auf die Aufholjagd der Anfangsphase folgte ein körperbetontes und teilweise auch hitzig geführtes Spiel auf Augenhöhe, bei dem es keinem der Teams gelang, einen entscheidenden Vorsprung zu erarbeiten.
Mit einem Stand von 14:12 ging es für beide Teams in die Halbzeitpause.
Die Zuschauer sahen im folgenden Spielverlauf einige schöne Distanzschüsse von Jonas Hubertus und immer wieder schnelle Tore über Tempogegenstöße.
Den Halbzeit-Vorsprung konnte unsere Mannschaft bis zur 40. Minute verteidigen, ehe Alsweiler mit 20:20 den Ausgleich schaffte. Kurz zuvor sahen die Gäste jedoch eine Disqualifikation ihres Spielers Jonas Schiffler. Zu Beginn der letzten zehn Minuten des Spiels konnten die Gastgeber ihre Führung durch gute Abwehrarbeit und schnelle Tore von Oliver Keßler und Eric Grünemeier wiederherstellen, halten und final zu einem 30:26 ausbauen.
Besonders hervorzuheben wäre eine Angriffsaktion aus den ersten fünf Spielminuten: Jannis Plein spielt beim Schnellangriff einen wunderschönen Kempa-Pass auf Eric, welcher mit seinem Wurf leider nur die Torlatte trifft.

Am kommenden Samstag 29.11.2025 ist die erste Mannschaft der HF Köllertal um 15:50 Uhr zu Gast in Marpingen.

Unsere Spieler & Tore:
Eric Grünemeier (11), Jens Staub (5), Joshua Wolf (5), Jonas Hubertus (3), Oliver Keßler (3), Etienne Reis (3), Sebastian Heß, Matthias Ottenbreit, Jannis Plein, Christopher Schnur

DJK Marpingen 2 zeigt starken Kampfgeist – trotz 20:29-Pokalaus gegen Saarlouis 3

Die DJK Marpingen 2 hat sich in der 2. Runde des Männer-Verbandspokals dem höher eingeschätzten Team der HG Saarlouis 3 mit 20:29 geschlagen geben müssen – zeigte dabei aber über weite Strecken eine engagierte und mutige Leistung. Vor heimischem Publikum präsentierte sich die Mannschaft kämpferisch, hielt besonders in der Anfangsphase stark dagegen und setzte immer wieder positive Akzente.

Von Beginn an war zu sehen, dass sich Marpingen 2 keinesfalls verstecken wollte. Die Abwehr arbeitete konzentriert, verschob gut und zwang Saarlouis zunächst zu schwierigen Abschlüssen. Nach rund 15 Minuten lag die DJK nur knapp mit 6:7 zurück – ein Beleg dafür, wie gut die Mannschaft ins Spiel gefunden hatte und wie intensiv die Begegnung geführt wurde.

Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es den Gästen, sich etwas abzusetzen. Während Marpingen 2 vorne einige Chancen ungenutzt ließ, nutzte Saarlouis 3 seine Möglichkeiten konsequenter und erspielte sich eine 10:16-Halbzeitführung. Dennoch überzeugte Marpingen durch eine couragierte und disziplinierte Vorstellung, die von den Fans in der Halle positiv aufgenommen wurde.

Auch im zweiten Durchgang ließ die DJK Marpingen 2 den Kopf nicht hängen. Immer wieder gelang es der Mannschaft, mit schnellen Aktionen und mutigen Abschlüssen Druck auszuüben. Defensiv zeigte das Team weiterhin viel Einsatz, zwang Saarlouis zu langen Angriffen und blieb in vielen Szenen körperlich und taktisch auf Augenhöhe. Was am Ende fehlte, war vor allem die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss – ein Aspekt, an dem das Team weiter wachsen wird.

Trotz des Rückstands gab sich Marpingen 2 bis zum Schlusspfiff kämpferisch und versuchte alles, um das Ergebnis zu verbessern. Die Mannschaft blieb fair, strukturiert und zeigte auch in Unterzahl ordentliche Lösungen. Die Einstellung stimmt – und das wurde in der Halle deutlich sichtbar.

Letztlich setzte sich die routinierter auftretende HG Saarlouis 3 mit 29:20 durch und zog in die nächste Runde ein. Für die DJK Marpingen 2 bleibt trotz der Niederlage eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt: Viel Leidenschaft, gute Abwehrphasen, mutiges Auftreten und klare Entwicklungsschritte, die für die kommenden Aufgaben optimistisch stimmen.

Kalter Start im Spitzenspiel

AUSWÄRTSSIEG FÜR DIE DJK MARPINGEN

Am Samstagabend konnten wir im Spitzenspiel der Verbandsliga einen wichtigen 24:29-Auswärtssieg bei der HWE Erbach-Waldmohr einfahren. Als Tabellenzweiter trafen wir auf den direkten Verfolger – ein echtes Topspiel, das wir unbedingt gewinnen wollten, um den noch verlustpunktfreien Illtalern weiter dicht auf den Fersen zu bleiben.

Der Start ins Spiel verlief allerdings alles andere als ideal. In der eiskalten Halle schien es zunächst, als wären wir noch nicht ganz wach – fahrig im Angriff, unkonzentriert in der Abwehr und ohne den gewohnten Biss. So lagen wir nach rund einer Viertelstunde knapp mit 5:4 zurück. Auch die niedrige Zahl der Tore nach einem Viertel der Spielzeit zeigt die verhaltene Anfangsphase beider Mannschaften. Erst danach kamen wir richtig ins Rollen: Mit einer stabileren Defensive, besserer Chancenverwertung, mehr Tempo im Umschaltspiel und besserer Emotionalität und Teamgeist konnten wir das Spiel drehen und uns bis zur Pause eine 8:13-Führung erarbeiten.

Nach dem Seitenwechsel ließen wir den Gastgebern kaum noch Möglichkeiten, das Spiel zu drehen. Auch wenn Erbach-Waldmohr immer wieder verkürzen konnte, behielten wir die Kontrolle und spielten den Vorsprung souverän nach Hause. Besonders Eric Grünemeier und Fynn Jonas Waerder zeigten mit jeweils 9 Treffern eine bärenstarke Leistung und trugen maßgeblich zum Erfolg bei.

Am Ende stand ein verdienter 24:29-Auswärtssieg, der uns zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze einbringt. Trotz einiger vergebener Chancen und kleiner Schwächephasen in der ersten Hälfte, ohne die das Ergebnis ruhig noch deutlicher hätte ausfallen dürfen, zeigte das Team erneut eine geschlossene und willensstarke Leistung.

Unsere Torschützen:
Eric Grünemeier, Fynn Waerder (je 9), Jens Staub, Joshua Wolf (je 4), Steven Marx, Jannis Plein, Etienne Reis (je 1)

Damit festigen wir unseren Platz in der Spitzengruppe und bleiben weiter dran am Tabellenführer aus Illtal. In drei Wochen wollen wir dann vor heimischem Publikum in Marpingen gegen den HF Köllertal den nächsten Sieg in der Runde einfahren. Am 22.11 steht zuvor noch für unsere erste und zweite Mannschaft die zweite Pokalrunde an; beide Spiele werden in Marpingen ausgetragen.

Marpingen II verliert 25:37 in Merzig

Kräftezehrende Woche endet mit Auswärtsniederlage – Marpingen II verliert 25:37 in Merzig

Nach drei Spielen in nur sechs Tagen musste unsere zweite Mannschaft in Merzig eine 25:37-Niederlage hinnehmen. Die intensive Woche machte sich deutlich bemerkbar – die Beine schwer, die Reaktion etwas langsamer, das Tempo der Gastgeber an diesem Tag einfach einen Tick zu hoch.

Trotzdem zeigte das Team Moral: Nach einem schwierigen Start kämpften wir uns über Einsatz und Zusammenhalt zurück ins Spiel und konnten in der 40. Minute sogar bis auf ein Tor herankommen. In dieser Phase war alles möglich. Doch danach fehlte schlicht die Kraft, um das Tempo weiter mitzugehen. Während einer Doppel-Zeitstrafe für uns, haben wir das Tempo nicht mitgehen können und Merzig nutzte unsere Fehler konsequent aus und zog in der Schlussphase wieder deutlich davon.
Unterm Strich eine Niederlage, die vor allem der Belastung der letzten Tage geschuldet war – kämpferisch war der Auftritt absolut in Ordnung. Jetzt heißt es regenerieren und die Moral hochhalten.

Am nächsten Sonntag geht es dann auswärts ins Derby gegen RW Schaumberg, wo man gewillt ist, wieder alles zu geben, um erneut Punkte mit nach Marpingen zu bringen.

Mit Anlaufschwierigkeiten zum Kantersieg – DJK Marpingen zieht souverän in die nächste Pokalrunde ein

Nur einen Tag nach dem Pokalerfolg unserer zweiten Mannschaft wollten auch wir nachziehen und den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. Auf dem Papier waren die Vorzeichen klar: wir als aktueller Tabellenführer der Verbandsliga trafen auf den eine Klasse tiefer spielenden Bezirksligisten HC Dillingen/Diefflen. Es ist jedoch zu erwähnen, dass wir mit sehr dünnem Kader und ohne richtigen Auswechselspieler angereist waren; Robin Schweitzer saß zwar auf der Bank, war jedoch angeschlagen und nur für den Notfall bereit.

Dass der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat – wie auch gestern beim Sieg unserer zweiten Mannschaft über den Verbandsligisten Kirkel – sollte sich zunächst auch diesmal zeigen:

Zu Beginn taten wir uns unerwartet schwer. Unkonzentrierte Abschlüsse, überhastete Angriffe und einige unnötige Ballverluste prägten die Anfangsphase. Dillingen nutzte diese Nachlässigkeiten eiskalt aus und hielt das Spiel bis Mitte der ersten Halbzeit offen – nach rund 12 Minuten stand eine Führung von 6:4 für Dillingen auf der Anzeigetafel. Es schien fast, als wären wir, abgesehen von unserem Torwart Sebastian Heß, der mit starken Paraden über das gesamte Spiel hinweg ein sicherer Rückhalt war und uns besonders in der Anfangsphase vor einem höheren Rückstand bewahrte, mit den Gedanken noch gar nicht richtig auf dem Feld. Trainer Christoph Holz nahm die dringend benötigte Auszeit, die uns scheinbar wach rüttelte. Dillingen erzielte zwar noch das Tor zur 7:5 Führung, dieses sollte in Minute 13 jedoch das letzte Tor in dieser Halbzeit für sie sein.

Die Abwehr stand nun deutlich kompakter, besonders Steven Marx, der vorgezogen zwar auf ungewohnter Position spielte, aber dennoch gewohnt abwehrstark agierte, erstickte die Angriffe der Gegner im Keim. Im Angriff setzten wir unsere Stärken endlich konsequent um. Angeführt von Fynn Waerder, Joshua Wolf und Oliver Kessler legten wir eine beeindruckende Serie hin: Zehn Treffer in Folge ohne Gegentor sorgten für klare Verhältnisse und eine verdiente 17:7-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel ließen wir dann auch keine Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Mit Spielfreude, Tempo und Zielstrebigkeit bauten wir den Vorsprung weiter aus. Wir setzten die Serie aus der ersten Halbzeit fort und erzielten 13 Treffer in Serie, bevor Dillingen wieder einen Treffer erzielen konnte. Erst in der 33. Minute gelang dem Gastgeber wieder ein Treffer zum 8:18 – zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden. Im Angriff präsentierten wir uns jetzt treffsicher und variabel und konnten vor allem dank guter Abwehrleistung viele einfache Tore erzielen.

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einer starken Torhüterleistung und einer deutlichen Leistungssteigerung nach schwachem Start feierten wir schließlich einen überzeugenden 13:35-Auswärtssieg und zogen damit verdient in die nächste Pokalrunde ein, wo wir im Derby auf die Black Bulls Handball treffen.

Statistik:

HC Dillingen/Diefflen:

Markus Berendes (5), Niklas Jost (3), Michael Mayenborn (3), Carl Reiter (1), Noel René Scholl (1), Sascha Engstler, Michael Gornas, Alexander Hiebert, Maximilian Schäfer

DJK Marpingen:

Fynn Jonas Waerder (9/5), Joshua Wolf (8), Oliver Keßler (7), Steven Marx (7), Jannis Plein (4), Jens Staub, Sebastian Heß, Robin Schweitzer

Pokalabend mit Biss: Bezirksligist Hornets 2 ringt Verbandsligist TV Kirkel 1 nieder

Dass Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben, bewies am Dienstagabend das Duell zwischen den Hornets 2 aus Marpingen und dem TV Kirkel 1 eindrucksvoll. Auf dem Papier war die Sache klar: Der TVK, eine Klasse höher in der Verbandsliga aktiv, galt als haushoher Favorit. Doch die zweite Mannschaft der Hornets zeigte, dass Kampfgeist, Cleverness und Spielwitz manchmal mehr zählen als Tabellenplätze – und sorgte am Ende für eine handfeste Überraschung: Ein 27:25-Sieg gegen den Favoriten aus Kirkel.

Vor dem Spiel: Klare Rollen, klare Worte

Vor Anpfiff hatte Hornets-Coach Matthias Kockler die Marschrichtung deutlich gemacht:

„Wir haben nichts zu verlieren. Der Druck liegt bei Kirkel – wir wollen Spaß haben, clever spielen und zeigen, dass wir Handball können.“

Mit dieser Ansage war der Ton gesetzt. Die Taktik war klar: Tempo rausnehmen, das Spiel kontrollieren und im Angriff auf zwei Kreisläufer setzen. Ziel war es, die robusten Verbandsligisten mit einem untypischen Spielsystem aus dem Rhythmus zu bringen – und genau das gelang.

Der Favorit wankt – und fällt

Kirkel kam mit fast voller Kapelle und zeigte von Beginn an, warum sie eine Klasse höher spielen: frühes Tempo, eine stabile Abwehr, konzentrierte Abschlüsse. Doch die Hornets hielten mit Kampfgeist und kühlem Kopf dagegen.
Immer wieder fanden die drei Kreisläufer Cornelius, Löber und Recktenwald Lücken in der gegnerischen Defensive – verwandelten sicher oder holten Siebenmeter heraus. Wenn der Kreis einmal zugestellt war, sprangen die Rückraumschützen Leist, Laub und Lösch ein und hielten den Anschluss mit wuchtigen Würfen aus der zweiten Reihe.

Im Tor glänzte Yannick Teichmann als sicherer Rückhalt. Mit starken Paraden und lautstarker Präsenz war er einer der Garanten dafür, dass Kirkel nie wirklich davonziehen konnte. Zur Pause lag der Favorit zwar mit 13:10 vorne, doch der Außenseiter war längst im Spiel angekommen – und jeder in der Halle spürte: Hier geht was.

Kampf, Cleverness und ein goldener Schlussspurt

Nach dem Seitenwechsel drehten die Hornets richtig auf. Die Defensive stand kompakt, im Angriff lief der Ball flüssig – und das 2-Kreisläufer-System brachte Kirkel zunehmend an seine Grenzen. Die Gäste fanden keine Antwort auf das variable Angriffsspiel der Marpinger.
Tor um Tor kämpften sich die Hornets heran, glichen aus und gingen schließlich in Führung.

Der Favorit wackelte – und diesmal fiel er.

In der spannenden Schlussphase bewahrten die Hornets die Nerven: Julian Lösch erzielte den Ausgleich, Marco Recktenwald brachte sein Team in Front, und in den letzten Minuten machten Jan und Benjamin Brück mit ihren Treffern den Pokal-Coup perfekt. Endstand: 27:25 für die Hornets 2.

Ein Klassenunterschied? Nur auf dem Papier

Was als Underdog-Geschichte begann, endete in einem emotionalen Triumph. Die Bezirksliga-Hornets zeigten, dass Mut, Teamgeist und Spielwitz eine Liga-Grenze überwinden können.
Kirkel bekam die taktisch klug agierenden Marpinger nie richtig in den Griff. Die Mischung aus ruhigem Aufbau, Disziplin und Spielfreude war an diesem Abend der Schlüssel zum Erfolg – und machte aus einem vermeintlich klaren Pokalduell ein echtes Highlight für alle Zuschauer.

Fazit

Ein Pokalabend, wie man ihn sich wünscht: Der Favorit stolpert, der Außenseiter wächst über sich hinaus – und am Ende jubeln die, mit denen niemand gerechnet hat.
Die Hornets 2 aus Marpingen spielten mit Herz, Witz und Disziplin – und zeigten, dass Handball manchmal mehr mit Leidenschaft als mit Liga-Zugehörigkeit zu tun hat.

27:25 – Sieg, Sensation, Spaß. Pokal-Handball in seiner schönsten Form.