Was für ein Handballnachmittag in Marpingen! Vor heimischem Publikum konnten wir uns in einem intensiven Schlagabtausch mit 34:30 gegen den HF Köllertal durchsetzen.
Dabei standen die Vorzeichen eigentlich alles andere als gut: Mit Joshua Wolf, Jens Staub und Fynn Waerder fehlten gleich drei wichtige Spieler im Kader. Umso wertvoller war es, dass uns Christian Nick – aus dem „Handballruhestand“ direkt als Goalgetter mit 9 Toren zurück – sowie Julian Lösch, Marcel Liebetrau, Oliver Keßler, Jannis Laub und Yannick Teichmann unterstützten. Vielen Dank euch – ohne euch wäre das so nicht möglich gewesen!
Nach einer ausgeglichenen und zeitweise fahrigen ersten Halbzeit, in der wir gut und gerne statt mit einem 14:14 Unentschieden auch mit einer Führung hätten in die Pause gehen können, kamen wir mit deutlich mehr Energie und Überzeugung aus der Kabine.
In Halbzeit zwei zeigten wir klar, was in uns steckt – entschlossener in der Abwehr, zielstrebiger im Angriff und mit dem nötigen Biss, um das Spiel an uns zu reißen.
Zwischenzeitlich erspielten wir uns sogar eine 6-Tore-Führung. Eigentlich alles im Griff, aber wir dachten uns wohl: Ein bisschen Nervenkitzel zum Abschluss geht immer. Nach einer 2-Minuten Zeitstrafe gegen uns in Minute 56 beim Stand von 32:26 machten wir es noch einmal spannend. Statt die Führung clever auszuspielen, schenkten wir Köllertal mit überhasteten Abschlüssen gleich mehrere Bälle zurück und sie kamen bis auf 2 Tore wieder an uns ran. Dennoch behielten wir die Nerven und retteten den Vorsprung verdient über die Zeit.
Die Partie endete jedoch etwas unschön: zum Schluss gab es ein absolut unnötiges Frustfoul des Gegners gegen Steven Marx und ein kurzes Gemenge, das mit der roten Karte für Nicolas Gilcher und Steven bestraft wurde. Glücklicherweise blieb die Aktion jedoch ohne Verletzungen.
Unterm Strich bleibt: bessere zweite Halbzeit, Heimsieg, zwei Punkte – und ein Team, das zusammensteht, auch wenn wir in ungewohnter Zusammenstellung agierten.
Nächsten Sonntag geht’s auswärts gegen den TV Kirkel – mit dem klaren Ziel, die nächsten zwei Punkte – wohlgemerkt aus harzfreier Halle – zu entführen!

