DJK Marpingen gegen HC St. Ingbert Hassel 24:30 (13:12)

Endlich wieder Oberliga Handball in Marpingen! Nach vier Jahren Abstinenz feierte die erste Männermannschaft der DJK am Samstagabend ihr Heim Comeback in der Oberliga Saar. Seit 2022 mussten die Marpinger Handballfreunde darauf warten. Zum Auftakt wartete gleich ein echter Prüfstein. Mit dem HC St. Ingbert Hassel gastierte ein Regionalligaabsteiger in Marpingen.

Knapp 100 Zuschauer wollten sich die Rückkehr der Hornets auf die Oberliga Bühne nicht entgehen lassen und sahen eine Marpinger Mannschaft, die von Beginn an deutlich machte, dass sie in dieser Spielklasse nicht nur mitspielen möchte.

Hornets erwischen starken Start

Die DJK fand hervorragend in die Partie. Statt kopflos gegen den favorisierten Gegner anzurennen, suchten die Hornets geduldig nach intelligenten spielerischen Lösungen. Die Mannschaft wirkte bestens auf den Gegner eingestellt, agierte konzentriert und brachte St. Ingbert Hassel immer wieder in Schwierigkeiten.

Vor allem die offensive Marpinger Abwehr stellte die Gäste vor Probleme. Dahinter präsentierten sich auch die Torhüter in starker Verfassung. So entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Hornets über weite Strecken des ersten Durchgangs die bessere Mannschaft waren.

Zur Halbzeit führte Marpingen mit 13:12. Gemessen am Spielverlauf hätte dieser Vorsprung durchaus noch etwas deutlicher ausfallen können.

St. Ingbert kommt stärker aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel erhöhte St. Ingbert die Intensität. Spielerisch fanden die Gäste gegen die offensive DJK Deckung und die gut aufgelegten Marpinger Torhüter zunächst weiterhin nur wenige überzeugende Lösungen. Dennoch bekam der Regionalligaabsteiger die Begegnung zunehmend besser in den Griff.

Statt komplizierter Kombinationen setzte Hassel nun verstärkt auf seine körperlichen Vorteile und knallharte Würfe aus dem Rückraum. Damit hatten die Gäste zunehmend Erfolg.

Erst in der 45. Minute gelang es St. Ingbert, sich erstmals auf zwei Treffer abzusetzen. Doch die Hornets ließen sich davon nicht beeindrucken. Marpingen blieb dran, kämpfte um jeden Ball und hielt die Begegnung bis in die Schlussphase hinein offen. Noch bis zur 55. Minute war die Partie völlig ausgeglichen und alles möglich.

Zwei rote Karten in einer hektischen Schlussphase

Dann wurde es bitter für die Hornets. Zwei aus Marpinger Sicht äußerst unglückliche Schiedsrichterentscheidungen führten in der entscheidenden Phase zu roten Karten gegen die Gastgeber. Das Gespann hatte die Begegnung auf beiden Seiten sehr kleinlich geleitet. Gerade in dieser spielentscheidenden Situation hätte man sich aus Marpinger Sicht etwas mehr Fingerspitzengefühl bei der Bewertung der Aktionen gewünscht.

Die beiden Platzverweise waren schließlich ein Rückschlag, den die Hornets in den verbleibenden Minuten nicht mehr kompensieren konnten. St. Ingbert nutzte die Situation konsequent und setzte sich in der Schlussphase entscheidend ab.

So stand am Ende ein 24:30 auf der Anzeigetafel. Der Sieg der Gäste war über die gesamte Spielzeit betrachtet nicht unverdient, fiel mit sechs Toren Unterschied allerdings deutlicher aus, als es der Verlauf dieser lange offenen Begegnung vermuten ließ.

Ein Auftakt, der Mut macht

Trotz der Niederlage überwog auf Marpinger Seite eine wichtige Erkenntnis: Die Hornets sind in der Oberliga angekommen.

Gegen einen Regionalligaabsteiger zeigte die Mannschaft über weite Strecken, dass sie keineswegs chancenlos ist. Im Gegenteil, an diesem Abend wäre durchaus mehr möglich gewesen. Die spielerischen Lösungen, die aggressive und offensive Abwehrarbeit sowie die starke Torhüterleistung machen Mut für die kommenden Aufgaben.

Nach vier Jahren ist der Oberliga Handball zurück in Marpingen. Das erste Spiel hat bereits gezeigt, worauf sich die Zuschauer freuen dürfen.

Ein gelungener Auftakt trotz Niederlage. Die Hornets sind wieder da und wir dürfen uns auf eine spannende Oberliga Saison freuen!