Am Samstagabend trennen wir uns in der Männer-Verbandsliga auswärts im harzfreien Ottweiler mit einem 27:27-Unentschieden.
Wir starteten gut in die Partie und waren von Beginn an hellwach. Vor allem in der ersten Halbzeit konnten wir durch eine aufmerksame Abwehrarbeit einige einfache Ballgewinne verzeichnen und diese in schnelle Tore ummünzen. Dank hohem Tempo konnten wir uns absetzen und waren im Spielverlauf sogar zweimal auf vier Tore weggezogen. Leider gelang es uns nicht, diese Führungen konsequent zu verwalten, die gute Abwehrarbeit aufrecht zu erhalten und das Spiel frühzeitig zu entscheiden, sodass der Gastgeber immer wieder den Anschluss fand. Zur Pause lagen wir knapp mit 13:12 in Führung.
Der Start in die zweite Halbzeit war denkbar schlecht, unsere Abwehr viel zu passiv. In dieser Phase fehlte uns die nötige Aggressivität und Ordnung in der Defensive, was Ottweiler nutzte, um das Spiel zu drehen. So waren es nun wir, die einem Rückstand hinterherlaufen mussten.
Im Angriff zeigten dann jedoch unsere neuen Spielzüge die gewünschte Wirkung und brachten uns zu klaren Abschlüssen.
So konnten wir 5 Minuten vor Ende des Spiels den Augleich erzielen und gingen 2 Minuten vor Spielende sogar noch 26:27 in Führung. Umso ärgerlicher war es, dass wir knapp 70 Sekunden vor dem Abpfiff noch den Ausgleich hinnehmen mussten und es dann nicht mehr schafften, einen eigenen Treffer zu erzielen. Unsere Übergänge, die bisher gut klappten, wurden nicht mehr konsequent ausgespielt, zudem brachten wir das Spiel mit dem Kreis insgesamt zu selten ein. Wir konnten am Ende sogar froh sein, in den letzten Sekunden nicht noch einen Treffer gegen uns bekommen zu haben.
Am Ende steht ein 27:27, das sich aufgrund des Spielverlaufs eher wie ein verpasster Sieg anfühlt. Für die kommenden Aufgaben müssen wir es schaffen, unsere schwachen Phasen abzustellen, über die gesamte Spielzeit griffig in der Abwehr zu agieren und unser Angriffsspiel wieder dynamischer zu gestalten. Besonders das Zusammenspiel mit dem Kreis muss dabei wieder stärker in den Fokus rücken. Wir haben jetzt eine Woche Zeit, an den Problemen zu arbeiten, bis am kommenden Samstag ASC Quierschied zu uns in die Marpinger Halle kommt.

